Pro V1 vs Pro V1x: Welcher Titleist-Lakeball passt zu dir?

Du stehst im Pro-Shop oder scrollst durch den Shop und siehst zwei fast identische Schachteln nebeneinander: Pro V1 und Pro V1x. Gleiche Marke, gleicher Premium-Anspruch, fast gleicher Preis – und trotzdem zwei unterschiedliche Bälle. Die Frage ist nicht, welcher der "bessere" Ball ist. Beide spielen auf der PGA Tour. Die Frage ist, welcher zu deinem Schwung, deiner Flugkurve und deinem Spiel rund ums Grün passt. Dieser Ratgeber macht den Unterschied greifbar – und zeigt dir, wie du beide als Lakeball für einen Bruchteil des Neupreises testen kannst.

Inhaltsverzeichnis

Der Unterschied in einem Satz

Der Pro V1 fliegt etwas flacher, fühlt sich weicher an und ist der allround-freundlichere Ball. Der Pro V1x fliegt höher, ist etwas fester und liefert mehr Spin mit Eisen und Wedges. Vom Abschlag nehmen sich beide kaum etwas – die Unterschiede entstehen ab dem Annäherungsschlag und rund ums Grün. Wer einen niedrigen Ballflug hat und ihn nicht noch flacher haben will, greift eher zum V1x; wer ohnehin hoch spielt oder ein weiches Gefühl liebt, ist mit dem V1 gut bedient.

Aufbau, Kompression und Dimples

Technisch trennen die beiden Bälle ein paar handfeste Konstruktionsdetails. Der Pro V1 ist ein 3-Piece-Ball mit einer Kompression von rund 87. Der Pro V1x ist ein 4-Piece-Ball mit einer höheren Kompression von etwa 100 – er hat also eine zusätzliche Schicht und fühlt sich beim Treffmoment einen Tick fester an.

Auch das Dimple-Design unterscheidet sich: Die aktuelle Generation des Pro V1 nutzt ein 388-Dimple-Muster, der Pro V1x ein 348-Dimple-Muster. Beide wurden mit dem 2025er-Modelljahr überarbeitet und bekamen eine verfeinerte Cast-Urethan-Elastomer-Hülle, die laut Titleist für mehr Spin im kurzen Spiel und bessere Grünkontrolle sorgt. Die unterschiedlichen Dimple-Muster sind kein Marketing-Gag: Sie steuern direkt, wie hoch und wie stabil der Ball fliegt.

Flugkurve: flach vs. hoch

Das ist der Unterschied, den du auf dem Platz am ehesten siehst. Der Pro V1 liefert eine durchdringende, eher flache Flugkurve, die sich gut gegen Wind durchsetzt. An einem böigen Tag ist das ein echter Vorteil – der Ball wird weniger nach oben gerissen.

Der Pro V1x fliegt höher: Sein Scheitelpunkt liegt rund zwei Meter (etwa 2 Yards) über dem des Pro V1. Das ergibt einen steileren Einfallwinkel, mit dem du den Ball auf festen Grüns leichter zum Stehen bringst. Spielst du ohnehin schon einen hohen Ball, kann der V1x für dich zu viel des Guten sein. Hast du dagegen eine flache, "rennende" Flugkurve, hilft dir der V1x, mehr Höhe und damit mehr Stopp auf dem Grün zu bekommen.

Spin und Gefühl ums Grün

Vom Tee nehmen sich beide Bälle kaum etwas – die Spinraten mit dem Driver liegen nah beieinander, was gut ist, denn zu viel Driver-Spin kostet Weite. Der Unterschied wird ab den Eisen und besonders bei Pitches sichtbar: Der Pro V1x erzeugt messbar mehr Grünspin, je nach Distanz etwa 260 bis 400 U/min mehr auf Pitch-Schlägen. Dieser Extra-Biss hilft, Annäherungen schneller zu stoppen, gerade aus engen Lagen.

Beim Gefühl ist es Geschmackssache: Der weichere Pro V1 wird von vielen Spielern am Putter und bei kurzen Chips als angenehmer empfunden. Der festere Pro V1x gibt ein klareres, "knackigeres" Feedback. Hier gibt es kein Richtig oder Falsch – nur deine persönliche Vorliebe.

Pro V1 vs. Pro V1x im direkten Vergleich

Merkmal Titleist Pro V1 Titleist Pro V1x
Aufbau 3-Piece 4-Piece
Kompression (ca.) ~87 (weicher) ~100 (fester)
Dimple-Muster 388 Dimples 348 Dimples
Flugkurve Flacher, durchdringend Höher, steilerer Niedergang
Spin (Eisen/Wedge) Hoch Höher (ca. 260–400 U/min mehr bei Pitches)
Spin (Driver) Nahezu identisch
Gefühl Weicher Fester, knackiger
Ideal für Weiche Flugkurve, Feel-Spieler Flache Flugkurve, mehr Stopp am Grün

Welcher Ball passt zu dir?

Eine einfache Faustregel: Beginne bei deiner aktuellen Flugkurve und deinem kurzen Spiel, nicht bei der Weite. Wenn du heute eine eher hohe Flugkurve spielst, einen weichen Ball am Putter bevorzugst und häufig bei Wind unterwegs bist, ist der Pro V1 deine logische erste Wahl. Wenn du den Ball eher flach schlägst, dir mehr Höhe und mehr Stopp auf festen Grüns wünschst und ein festeres Feedback magst, ist der Pro V1x einen ernsthaften Test wert.

Der ehrlichste Rat: Lass dich nicht von der Tour-Statistik deines Lieblingsprofis leiten. Sein Schwungtempo hat mit deinem wenig zu tun. Entscheidend ist, was dein Ball auf deinen Annäherungen macht – und das findest du nur heraus, indem du beide auf demselben Platz spielst.

Lakeball statt Neupreis: clever testen

Genau hier liegt der größte Vorteil für dich. Ein Dutzend neuer Pro V1 oder Pro V1x kostet aktuell rund 64,99 € UVP. Wenn du beide ernsthaft vergleichen willst, sind das schnell über 100 € – nur um herauszufinden, welcher dir liegt. Als geprüfter Lakeball bekommst du dieselben Bälle deutlich günstiger. Bei BogeyGolf starten die Titleist Pro V1 / V1x Lakeballs bei 21,99 € pro Dutzend – also rund ein Drittel des Neupreises.

So kannst du beide Modelle über mehrere Runden gegeneinander spielen, ohne ein Vermögen auszugeben. Willst du gezielt den festeren Ball testen, findest du den Titleist Pro V1x als eigenes Produkt. Eine breitere Auswahl an Modellen und Qualitätsstufen gibt es in unserer Titleist-Kategorie. Und wenn du wissen willst, ob sich der Pro V1 als Lakeball generell lohnt, lies unseren ausführlichen Beitrag "Titleist Pro V1 als Lakeball: Lohnt sich das?".

Häufige Fragen (FAQ)

Welcher Ball fliegt weiter, Pro V1 oder Pro V1x?

Vom Driver nehmen sich beide kaum etwas – die Weiten liegen sehr nah beieinander. Der Pro V1x kann bei manchen Spielern durch die höhere Flugkurve einen Tick mehr Trägerweite erzeugen, der Pro V1 punktet bei Wind durch seine flachere Bahn. Weite sollte nicht dein Hauptkriterium sein.

Ist der Pro V1x besser für hohe oder niedrige Handicaps?

Beide Bälle sind Premium-Tour-Bälle und richten sich eher an ambitionierte Spieler mit ordentlichem Schwungtempo. Die Wahl zwischen V1 und V1x hängt aber nicht vom Handicap ab, sondern von deiner Flugkurve und deinem Gefühl – nicht von deinem Scoring.

Spielt man den Unterschied zwischen V1 und V1x überhaupt?

Vom Tee kaum. Spürbar wird es ab den Eisen, bei der Flugkurvenhöhe und beim Stopp auf dem Grün. Wer auf festen, schnellen Grüns spielt, merkt den Mehrspin des V1x am ehesten.

Verlieren Lakeballs an Performance?

Geprüfte Lakeballs in Mint- oder AAAA-Qualität sind optisch und spielerisch kaum von neuen Bällen zu unterscheiden. Der Kern eines Urethan-Balls altert im Wasser nur sehr langsam – entscheidend ist eine saubere Sortierung nach Qualitätsstufen.

Kann ich V1 und V1x in derselben Runde mischen?

Spielen darfst du das – nur innerhalb eines Lochs nicht wechseln. Zum Vergleichen ist es sogar ideal: Spiele abwechselnd Loch für Loch denselben Schläger mit beiden Bällen und achte auf Flughöhe und Verhalten am Grün.

Fazit

Pro V1 oder Pro V1x – das ist keine Frage von gut oder besser, sondern von flach oder hoch, weich oder fest. Der Pro V1 ist der weichere Allrounder mit durchdringender Flugkurve, der Pro V1x der höher fliegende Ball mit mehr Grünspin. Den echten Unterschied spürst du erst ab dem Eisen und rund ums Grün. Statt teuer zwei Dutzend neu zu kaufen, teste beide entspannt als Lakeball: Die Titleist Pro V1 / V1x Lakeballs gibt es bei BogeyGolf ab 21,99 €, und in der Titleist-Kategorie findest du beide Modelle in mehreren Qualitätsstufen. Spiel sie ein paar Runden gegeneinander – dein Grün verrät dir, welcher dein Ball ist.

Quellen: Titleist – Comparing Pro V1 and Pro V1x, Golf.de – Titleist stellt die neuen Pro V1 und Pro V1x vor.

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